Der erste Schritt in meine eigene Richtung

Heute habe ich es endlich getan. Ich habe meine Arbeitskleidung und mein Namensschild in dem Supermarkt abgegeben, in dem ich bis vor kurzem tätig war. Drei rote Poloshirts waren es, um genau zu sein. Ich habe sie fein säuberlich in einer Tüte auf dem Boden unseres Schlafzimmers aufbewahrt, damit ich ja nicht vergesse, sie zurückzugeben, wenn wir mal wieder dort einkaufen. Das Namensschild lag eine Weile auf dem Regal im Bad. Der Anblick hat mich gestört. Doch nun bin ich erleichtert, dass sie weg sind. Nicht nur deshalb weil ich die Sachen nicht mehr brauche oder weil sie bei uns nicht mehr herum liegen.

Nein, es geht um mehr.

Jedesmal wenn ich die Sachen gesehen habe, haben sie mich an diese Zeit erinnert. Ich gebe zu, es gibt schönere Erinnerungen in meinem Leben, auch wenn es nur kurz war. Erstens war es eine sehr stressige Tätigkeit und zweitens hat sie mich nicht erfüllt. Doch wir hatten ein Ziel vor Augen. Es sollte eine Reise in die USA werden. Das war meine Motivation.Immer öfters ertappte ich mich jedoch dabei, wie ich mich fragte: Was machst du eigentlich hier?! Ich hatte das Gefühl, meine wertvolle Lebenszeit zu verschwenden – für einwenig Geld. So habe ich nach einigen Wochen den Entschluss gefasst, den Kassiererjob an den Nagel zu hängen. Ich wollte mich doch lieber ganz dem Schreiben widmen, obwohl es mir erst einmal kein Geld einbringt. Diese Entscheidung habe ich nie bereut. Es war einer der ersten Schritte in meine eigene Richtung.Meine Arbeitskleidung abzugeben bedeutete für mich, etwas zu beenden, was mir keine Freude bereitet hat und etwas Neues zu beginnen, was mich jetzt glücklich macht. Minimalistisch zu leben ist daher mehr als nur entrümpeln.

Wie auch du den ersten Schritt in deine eigene Richtung gehst

Wenn dich das was du gerade tust, nicht glücklich macht, dann solltest du herausfinden was dich glücklich machen würde. Wovon träumst du in deinem Leben? Ein Ziel ist wichtig, weil du nur dann weißt, in welche Richtung du gehen musst.

Hole dir Inspirationen von Menschen, die ähnliche Interessen  haben wie du oder die bereits geschafft haben wovon du träumst. Der Austausch mit ihnen kann sehr bereichernd sein. Mich hat zum Beispiel ein Gespräch mit der Autorin und Minimalismus-Bloggerin Pia Meester so sehr inspiriert, dass ich in dem Moment dachte: Toll, ich möchte auch vom Schreiben leben können. Plötzlich hatte ich ein Ziel! Was sind deine Ziele?

Wovon träumst du, wenn du gerade etwas tust, was dir keine Freude bereitet? Worum kreisen deine Gedanken ständig? Deinen Weg erkennst du daran, dass du nichts anderes mehr machen willst als das, wovon du träumst. Dann hast du die nötige Leidenschaft, den Biss und die Motivation, deine Ziele obsessiv zu verfolgen bis du sie erreicht hast. Während meiner Redakteurszeit hatte ich oft das Gefühl, wenig Zeit für andere Dinge im Leben zu haben, obwohl mir meine Arbeit sehr viel Spaß gemacht hat. Seitdem ich den Schritt in meine eigene Richtung gemacht habe, habe ich das Gefühl, dass ich nicht genug Zeit zum Arbeiten finde. Meine Leidenschaft und die Freude an dem was ich tue, treiben mich jeden Tag an. Und das wünsche ich dir auch!

Du kannst jedes Ziel erreichen

Zielstrebige Menschen sagen nicht: Das ist unmöglich, sondern sie fragen sich: Was muss ich tun, um mein Ziel zu erreichen? Ersteres lässt dich deine Träume einfach so abhaken. Letzteres regt dich dazu an, dir ernsthaft Gedanken darüber zu machen wie du deine Ziele erreichen kannst. Es weckt deine Kreativität und bereitet dich auf den ersten Schritt in deine eigene Richtung vor. Hole dir Informationen ein. So machst du deine Ziele und Träume greifbar. Das ist immer der erste Schritt!

Verschieb deine Ziele und Träume nicht auf später

Eine Gelegenheit kommt nicht von allein. Du musst sie ergreifen. Sonst wirst du es niemals tun. Gehe jetzt deinen ersten Schritt in deine eigene Richtung, weil es dein Leben und deine Lebenszeit ist. Du entscheidest, wie du Leben möchtest. Niemand hat es treffender formuliert als Steve Jobs 2005 bei seiner Abschlussrede in Stanford: „Habe den Mut, deinem eigenen Herzen und der Intuition zu folgen. Die wissen irgendwie schon genau was du wirklich sein willst.“  Rückblickend wäre jeder Zeitpunkt in den vergangenen Jahren für mich richtig gewesen. Denn meine Leidenschaft zum Schreiben durchzieht sich wie ein roter Faden durch mein ganzes Leben. Ich hätte die Gelegenheit einfach nur ergreifen müssen. Jetzt bin ich froh, es endlich getan zu haben.

Gab es in deinem Leben Wendepunkte an denen du einfach eine ganz andere Richtung eingeschlagen hast? Was hat dich dazu ermutigt, deinen eigenen Weg zu gehen? Ich freue mich über neue Inspirationen.

 

 

 

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