5 JAHRE, 5 APPS – EIN RESÜMEE ÜBER MEIN SMARTPHONE

Seit genau 5 Jahren nutze ich ein und dasselbe Smartphone. Ich finde, es ist an der Zeit, das Ganze einwenig Revue passieren zu lassen. Und ich meine inzwischen herausgefunden zu haben, was mir daran wirklich wichtig ist.

Fakt ist, dass ich mein Smartphone nicht mehr missen möchte. Es erleichtert mir in einigen organisatorischen Dingen tatsächlich meinen Alltag. So toll ich diese technische Errungenschaft auch finde, muss es für mich zwar nicht immer das neueste Modell sein. Aber jetzt hat es doch so ziemlich sein Rentenalter erreicht. Die Software lässt sich nicht mehr updaten, was meine Nutzung langsam aber sicher einschränkt. Mir stehen zum Beispiel nicht mehr alle Apps zur Verfügung. Neulich kam mir sogar der Gedanke, dass ich damit möglicherweise nur noch telefonieren, SMS schreiben und surfen kann. Wahnsinn, dass ich das als absolute Minimalausstattung wahrnehme, wenn ich an mein erstes Nokia Handy zurück denke.

Jedenfalls hat vor allem der Speicherplatz schon lange seinen Zenit erreicht. Ich bin also regelmäßig dazu gezwungen, mein Smartphone zu entrümpeln. Alles unnötige muss also gehen:

1. Apps

  • Apps, die ich nicht nutze – ja, auch die, für die ich bezahlt habe 😉 sind bereits gelöscht. Nutzt ja alles nix.
  • Apps, die ich nur selten nutze und deren Informationen ich gleichzeitig auch im Browser aufrufen kann, zum Beispiel die App der Deutschen Bahn, Nachrichten Apps und mittlerweile auch gezwungenermaßen die Facebook App habe ich ebenfalls gelöscht. Alle Infos über den Browser aufzurufen klappt überraschend gut.
  • Spieleapps. Dazu sage ich nur: Zeitverschwendung

2. Fotos

  • Zig Bilder vom gleichen Motiv oder von der gleichen Situation sind langweilig. Ich entscheide mich konsequent für ein einziges.
  • Bilder, auf denen Menschen sind, die ich nicht mag müssen unbedingt weg. Fühlt sich einfach nicht gut an, sie zu sehen.
  • Qualitativ schlechte Bilder. Jetzt frage ich mich, warum ich sie überhaupt behalten habe.
  • Bilder, die ich einfach nicht schön finde. Davon hatte ich verdammt viele. Im Smartphonezeitalter neigt man ja dazu, einfach drauf loszufotografieren. Eine künstlerische Meisterleistung kommt dabei selten herum.

3. WhatsApp

Die wenigsten Dialoge sind wirklich wichtig. Also weg damit.

4. Musik

Ich beschränke mich auf einige wenige Evergreens und möchte demnächst auch mal das Streamen von Musik ausprobieren.

 

Was bleibt wenn die Spreu vom Weizen getrennt ist?

Insgesamt besitze ich noch 19 installierte Apps, die ich zum Kommunizieren, Organisieren und zum Arbeiten brauche. Keine Spielereien mehr und nichts, was mich unnötig Zeit und Speicherplatz kostet. Mein Homescreen ist mit seinen zwei Seiten schön übersichtlich und mein Smartphone und ich sind mittlerweile zu einem eingespielten Team zusammengewachsen. Es befindet sich kaum noch etwas darauf, dass ich nicht unbedingt brauche. Jede App hat  seine Berechtigung. Daher fühlt es sich für mich auch nicht sinnlos an, wenn ich sie benutze. So, kommen wir nun endlich zum Weizen. Heute möchte ich dir die 5 besten Apps vorstellen, die ich regelmäßig nutze:

 

Foto 11. Pocket Money App

Diese App nutze ich täglich, um meine Finanzen zu überblicken. Besonders gut gefällt mir, dass ich  weit im Voraus planen kann und sofort sehe, welche finanziellen Auswirkungen eine Zahlung nach sich zieht. Ich weiß  genau, wie viel Geld ich zur Verfügung habe, wenn alle Kosten abgezogen sind.

Foto 22. iPin App

Diese App hilft mir dabei, alle Passwörter und Benutzernamen zu speichern. Wer Angst hat, seine Passwörter digital zu speichern, dem rate ich, jeweils nur den Anfangsbuchstaben und letzten Buchstaben Preiszugeben. Das reicht, um sich an das Passwort zu erinnern. Auch hier: regelmäßig entrümpeln und aktualisieren.

Foto 33. TravTracker App

Diese App brauche ich, um Individualreisen zu planen. Mit ihr habe ich die besten Erfahrungen gemacht, was Reiseapps betrifft. Alle Reisestationen, Kosten, Flüge lassen sich präzise und vor allem übersichtlich festhalten. Alle Infos kann ich dann während der Reise immer wieder aufrufen. So bin ich gut organisiert und spare mir eine Menge Papierchaos.

Foto 54. Packing Pro App

Vor jeder Reise notiere ich, was ich mitnehmen möchte, und zwar dann, wenn es mir gerade einfällt. Wenn es soweit ist, muss ich beim Packen nur noch diese Liste abarbeiten. Das Gute daran: du kannst sie immer wieder als Vorlage verwenden. Nach jeder Reise streichst du einfach das, was unnötig war. So optimierst du dein Reisegepäck.

Foto 45. Besorger App

Ich gehe niemals ohne diese App in den Supermarkt. So vermeide ich Sportankäufe und vergesse nichts. Alle Lebensmittel lassen sich in Kategorien einteilen, die auch der räumlichen Organisation des Supermarkts entsprechen. Das erleichtert mir den Einkauf sehr. Alles, was sich bereits im Einkaufskorb befindet, hake ich ab.

 

Und wie lange soll das noch so weiter gehen?

Ich denke nicht, dass ich mein Smartphone noch lange so weiter nutzen kann. Aber dadurch, dass ich weiß, was mir  wirklich wichtig ist, kann ich auch leichter eine Entscheidung darüber treffen, wann ein neues Smartphone fällig ist. Nämlich dann, wenn ich eine der oben genannten Apps nicht mehr nutzen kann. Einen Einkauf könnte ich zur Not auch noch mit einem Einkaufszettel bewältigen, aber bei der Packliste, der Reiseplanung und dem Überblick über meine Finanzen hört es dann doch auf für mich. In diesen Bereichen bin ich absolut digital eingestellt. Da gibt es für mich kein Zurück mehr. Bis dahin sehe ich es aber als Herausforderung mit dem Minimum an technischer Aktualität zurecht zu kommen. Bis jetzt klappt es sehr gut und ich vermisse nichts.

 

Wie sieht das bei dir aus? Versuchst du auch noch so lange wie möglich mit deinem Smartphone klarzukommen? Wo ist deine Nutzungsgrenze erreicht, an der du dich dann für ein neues entscheidest?

 

 

 

 

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12 thoughts on “5 JAHRE, 5 APPS – EIN RESÜMEE ÜBER MEIN SMARTPHONE

  1. Hallo Huong,
    schön dass Du einen Beitrag zum Smartphone schreibst. Aus meiner Sicht kommt es mir so vor, als wenn Du noch immer sehr viele Apps benutzt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich noch Old School bin.
    Mir käme es nie in den Sinn, digitale Einkaufslisten zu benutzen, oder die Money App zur finanziellen Planung. Allerdings sieht das jeder wahrscheinlich auch ganz persönlich.
    Die Technik schreitet so schnell voran, dass inzwischen schon Handys nach ein paar Monaten von deren Nachfolger ersetzt werden. Da könnte man sich ja am Kaufen „dran halten“. Der Preis, den man für ein 1 Jahr altes Smartphone als Verkaufspreis noch erzielt, ist erschreckend gering. Ganz zu schweigen davon, wie schwer und mühselig es ist, es selber privat zu verkaufen. Wirst Du denn tatsächlich standhaft bleiben, und Deines erst austauschen, wenn wirklich die für Dich wichtigen Funktionen nicht mehr möglich sind?
    L.G.
    Bärbel

    1. Liebe Bärbel, danke für deinen Kommentar. Es kommt immer auf die Relation an. Also in Relation zu dem, was ich vorher an Apps hatte, sind es jetzt deutlich weniger geworden. Für den einen erscheint das noch viel, für den anderen weniger. Ich mag es digital. Ist natürlich nicht jedermanns Sache, aber es erscheint mir sinnvoll, so viel wie möglich in einem einzigen Gerät zu vereinen. Das erspart mir Platz und eine Menge an Organisation. Und ja, ich denke schon, dass ich standhaft bleiben kann. Denn es gibt ja keinen Grund, mir ein Neues zu kaufen, wenn das was mir wichtig ist, noch funktioniert? Und ich finde es spannend, zu sehen, inwieweit das möglich ist. 5 Jahre für ein Smartphone ist bereits eine lange Nutzungsdauer. Wie nutzt du dein Smartphone?

      1. Hallo Huong,

        da ich einen Bildschirmarbeitsplatz habe, nutze ich die Gelegenheit tagsüber zwischendurch mal online zu gehen. Mein Smartphone nutze ich nur ab und zu fürs Internet. Manchmal „spiele“ ich mit meiner Runtastic Laufapp. Den S Planner verwende ich für Termine. Da ich die Rechnungen nicht per Post haben möchte, gibt es noch eine App fürs Überwachen des Vertrags und zur Rechnungseinsicht. Allerdings bin ich Fan von Whatsapp!
        L.G.
        Bärbel

        1. Hallo Bärbel, die App zur Überwachung deines Vertrags finde ich sehr interessant. Ich verpasse ab und zu auch Fristen. Bin auch Fan von Wahtsapp 😉 Allerdings sammelt sich hier echt viel an Daten an. Muss da auch regelmäßig entrümpeln. Ehrlich gesagt surfe ich mehr über mein Smartphone als über meinen PC. Geht so leicht von überall aus. Kann immer schnell einen Blick darauf werfen. Fluch und Segen zugleich 😉 Liebe Grüße, Huong

  2. Spannendes Thema und klasse, dass du dein Smartphone schon so lange nutzt. Ich habe mich des öfteren neu umschauen müssen, damit ich mit meiner Hörschädigung dann auch mal was verstehe – bin da dann inzw. auch fündig geworden.
    Ich nutze das Smartphone für: Telefon, SMS, Chat, Fahrplan, Kalender, Karten bzw. Navi. Die anderen Sachen sehr selten. Ich gehörte immer schon zu den Wenig-Telefonierern, früher war es zu teuer, heute ist es wegen des Hörens ohnehin eher Stress. Da treffe ich die Leute doch lieber. Fürs Internet ist so ein Smartphone halt auch sehr klein und so ein riesiges Ding passt nicht in die Hosentasche, was ebenfalls nicht so komfortabel ist.
    Smartphones sind ja schon praktische Geräte, aber der ganze Hype und Zirkus, der darum veranstaltet wird, finde ich dann auch übertrieben. Soooo toll sind die Geräte ja auch nicht. Auf einem Laptop sehe ich viel mehr, kann ich besser im Internet surfen, komfortabler Emails abrufen, etc.

    1. Liebe Gabi, das kann ich natürlich verstehen und bin froh, dass du eines gefunden hast. Lesen und Informationen einholen mache ich ganz einfach über das Smartphone. Emails schreiben tue ich auch lieber über den PC. Das ist tatsächlich komfortabler. Ich glaube, was mich fasziniert, ist der Zugang zu Informationen, den ich jederzeit haben kann und auch zur Kommunikation natürlich. Das Maß ist das Entscheidende. Ich denke dass ich viel Zeit mit meinem Handy verbringe. Hier ist es aber so, dass es mich manchmal belastet, aber gleichzeitig auch eine Erleichterung ist, dass ich es habe. Belastend kann es zum Beispiel sein, wenn ich ständig irgendwelche Statistiken aufrufe. Zum Glück habe ich mein Kind, das dies ausbalanciert, weil ich vor ihr nicht ständig nach dem Smartphone greife. Aber ansonsten bin ich froh, dass ich es habe und nutzen kann. Liebe Grüße, Huong

  3. Ich habe mich über diesen Artikel sehr gefreut, weil ich auch noch mein altes iPhone 4 nutze. Und das täglich seit ebenfalls gut 5 Jahren, weil ich mich schon so daran gewöhnt habe und das Gerät noch immer so schnell ist wie am ersten Tag. Das liegt mitunter daran, dass darauf noch ein altes iOS läuft, denn die neueren Versionen sind für neuere Geräte konzipiert und verlangsamen die alten Geräte merklich. Apple will ja schließlich weiterhin genug Produkte verkaufen können.
    Die Kehrseite dieses Konsumverzichts: Ich muss Abstriche bei den verfügbaren Apps machen — die meisten Apps sind mit meiner Version nicht mehr kompatibel. Das stellt aber kein allzu großes Problem dar, weil ich kaum Bedarf an neuen Apps habe und schon recht zufrieden bin mit meinen vorhandenen Apps. Die werden zwar nicht mehr geupdatet, aber das ist in den meisten Fällen auch gar nicht nötig. Problematisch wäre es nur, wenn diese Apps auf einmal nicht mehr funktionieren würden, doch das ist bislang zum Glück noch nicht passiert! Dieses Smartphone ist für mich unverzichtbar geworden und ich möchte es daher so lange benutzen wie nur irgend möglich. Wer weiß, vielleicht hält es noch weitere 5 Jahre oder sogar länger…

    1. Hi, ich nutze auch noch das Iphone4. Bedaure es gerade, weil ich die Software stets aktualisiert habe. Mein Handy ist sehr langsam geworden. Mir geht es mit den Apps genauso wie dir. Ich bin auch gespannt wie lange ich es noch schaffe damit auszukommen. Es tut mir nämlich in der Seele weh, mir ein neues austauschen zu müssen, nur wegen der Software. Können uns gern weiter darüber austauschen 😉 Ein Backup muss ich aber dringend machen. Das habe ich nämlich versäumt. Liebe Grüße, Huong

  4. Cool, habe selbst vor kurzem einen Artikel zu meinem Smartphone geschrieben. Ich werde im Juni mal einen Monat ohne Smartphone ausprobieren und dann je nach dem wie es gelaufen ist, komplett auf das Smartphone verzichten. Mal schauen wie das wird.

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