Minimalistische Denkanstöße 6# – Verzichte auf Geschenkpapier

FotoIch gebe zu, Geschenkpapier ist richtig schön. Doch es ist schade und eine ungeheure Ressourcenverschwendung, dass wir es nur einmal benutzen und dann wegwerfen. Bis vor kurzem habe ich darauf geachtet, dass wir immer genug Geschenkpapier zuhause hatten – sogar in mehreren Farben und Mustern. Aber jetzt, wo es bald wieder auf Weihnachten zugeht und das Ausmaß dieser Ressourcenverschwendung am Deutlichsten zum Ausdruck kommt, habe ich mir über andere Alternativen Gedanken gemacht. Wir werden alle Geschenke einfach mit den selbstgemalten Werken unserer kleinen Künstlerin einpacken oder mit bemaltem Zeitungspapier. Noch eine Schleife dazu und es sieht wunderschön und individuell aus.

Früher hatte ich schon öfters mal daran gedacht, Geschenke in Zeitungspapier einzupacken. Doch ich hatte immer einwenig Hemmungen davor. Es könnte ja so wirken, dass mir der Mensch nicht so viel Wert wäre, um Geschenkpapier für ihn zu besorgen oder als ob ich mir nicht genug Mühe geben würde. Heute macht es mir überhaupt nichts mehr aus. Denn ich vertrete damit einfach Wertvorstellungen, die ich als richtig erachte. Wichtig finde ich beim Schenken viel mehr, dass es sich um Dinge handelt, worüber sich der andere auch wirklich freut. Und wenn das Geschenk ordentlich eingepackt wird, drückt dies ebenfalls aus, wie viel Mühe wir uns gemacht haben. Erfreulicherweise habe ich aber nur positive Erfahrungen  gemacht. Alle waren viel behutsamer beim Öffnen der Geschenke, weil sie allein schon die Verpackung als etwas ganz Besonderes empfunden haben.

Ab jetzt werden wir überhaupt kein Geschenkpapier mehr kaufen. Das ist für mich eine Erleichterung, weil ich gleich mehr Platz im Schrank habe. Irgendwie sind Geschenkpapierrollen doch einwenig sperrig. Ich spare auch Zeit und Geld, weil ich keine neue mehr kaufen muss und ich bin nicht mehr gestresst, wenn ich merke, dass keines mehr da ist. Jetzt weiß ich ja, dass ich einfach nur mal kurz in den Hausflur gehen muss und Zeitungspapier holen kann oder eben unsere selbstgemalten Bilder durchstöbern muss.

Wer richtig Lust am kreativen Verpacken hat, wird bei TreeHugger fündig. Hier werden tolle Alternativen zu Geschenkpapier vorgestellt. Ich würde sie schon fast als Kunst bezeichnen. Denn sie sehen alles andere als alternativ aus. Vielleicht ist ja auch etwas schönes für dich dabei. Falls du noch Tipps hast, dann rein damit in die Kommentare. Ich freue mich sehr darüber.

 

This Post Has Been Viewed 1,173 Times

3 thoughts on “Minimalistische Denkanstöße 6# – Verzichte auf Geschenkpapier

  1. Den Fimmel mit dem Zeitungspapier hatte ich auch schon einmal. Mittlerweile empfinde ich eine so eine Verpackung als deutlich herabsetzend, dass mir der Beschenkte nicht einmal Geschenkpapier wert ist. Dann lieber mit Einmalpapier, das später in der Tonne landet.
    Seit Jahren verzichte ich auf Schleifchen, Bänder und Anhänger. Die meisten Menschen erhalten meine Geschenke persönlich, so dass es keine weiteren Erklärungen braucht. Bei Päckchen sehe ich das nicht so eng und schreibe oder klebe den Namen mit einem Schild drauf. Ist zwar nicht ganz so schön wie ein Geschenkanhänger, aber genauso eindeutig.
    Einige Dinge müssen nicht mehr groß eingepackt werden. Warum dürfen sie nicht einfach so überreicht werden?
    Dann liebe ich Geschenktüten, die wieder verwendet werden können. Diese können auch aus alten Kalenderblättern selbst gebastelt werden. Dann reduzieren sie den Papiermüll erheblich. Kartons finde ich auch schön und hebe sie für Kleinzeug wie Knöpfe oder zum Wiederverschenken auf.
    Stoffbeutel reduzieren den Papiermüll auch. Bei kleinen Geschenken wirkt der Beutel überdimensioniert. Aber dafür ist so ein Behältnis jahrelang im Einsatz.
    Was als gute Lösung in der eigenen Wohnung geht: Geschenk in Leinenserviette oder Geschirrtuch einwickeln. Das Auspacken ist dabei, die Serviette wird beim Essen gleich verwendet. Alternativ wäre ein Geschenktisch, der mit einem Tuch bedeckt ist.

    1. Hallo Christine, danke für deinen Kommentar. Zeitungspapier zu verwenden finde ich überhaupt nicht herabsetzend, wenn man Geschenke ordentlich einpackt. Aber man muss sich damit natürlich wohl fühlen. Es gibt ja noch viel mehr Alternativen, um Geschenke einzupacken. Da ist für jeden bestimmt etwas dabei. Wichtig ist letztendlich, den Müll zu reduzieren.

  2. In Zeitungspapier würde ich Geschenke nur einpacken, wenn ich wüsste, dass es dem Beschenkten nichts ausmacht. Es gibt nämlich Leute, die sich wirklich gekränkt fühlen, wenn Geschenke in Zeitungspapier eingepackt sind, auch wenn da noch eine Schleife oder ähnliches drum ist.
    Die Idee, große Kalenderblätter als Geschenkpapier zu nehmen, finde ich sehr gut. Allerdings kaufe ich mir nie Kalender, da ich sie nicht brauche. Zu Weihnachten habe ich aber einen Kalender geschenkt bekommen, also werde ich jetzt jeden Monat einen Bogen Papier haben.
    Gut finde ich auch, einfaches Packpapier zu verwenden. Dann hat man nur eine Rolle Papier in der Wohnung. Da ich sämtliche wiederverwendbare Anhänger, Schleifen und Co von Geschenken, die ich bekomme, aufhebe, habe ich auch immer genug Material, um das Packpapier dem Anlass entsprechend aufzupeppen. Gratis-Aufkleber aus Zeitschriften oder Supermärkten eigenen sich auch dafür.

    LG Tinka

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *