Existenzängste – was wirklich hilft

Sie war plötzlich da – die Angst. Ich saß in meiner neuen süßen Altbauwohnung, hatte es mir gerade auf der Couch gemütlich gemacht und wollte mir einen Film anschauen. Doch irgendwie konnte ich ihn nicht so wirklich genießen. Ich hatte Angst.

Angst ist ein mieser Begleiter

Existenzangst – jeder kennt sie, jeder hatte sie schon einmal. Auch mir geht es hin und wieder so und noch öfter seit ich freiberuflich arbeite. So wie sie kommt, verschwindet sie auch wieder. Doch in den letzten Wochen war es irgendwie ganz schlimm und ging sogar soweit, dass sie mir den Blick auf das schöne in meinem Leben versperrt hat. Ich habe einen Beruf, den ich mag, ein Zuhause, in dem ich mich wohl fühle und echt tolle Menschen um mich herum. Es ist die Angst davor, das alles mal verlieren zu können, sodass ich den Moment gar nicht genießen kann.

Existenzängste loslassen

Ich möchte nicht, dass Angst mein Leben bestimmt, sondern Freude. Deshalb habe ich beschlossen, mich ihr zu stellen. So muss ich nicht tatenlos zuzusehen, wenn sie mich das nächste Mal übermannt. Was kann ich also gegen Existenzängste tun? Ich habe einwenig recherchiert und 3 Tipps gefunden, die wirklich weiterhelfen:

1. Auf die Lösung konzentrieren statt auf die Ängste

„Wenn Du Existenzängste hast, solltest Du nicht zulassen, dass dich diese Angst lähmt. Nutze die Angst stattdessen, um etwas zu verändern.“ Sebastian von der Psyche-blog

Dieser Satz von Sebastian war befreiend. Denn es kostet viel Energie, Angst zu haben und in den eigenen Horrorszenarien zu verharren. Diese könnte man statt dessen lieber darauf verwenden, aktiv zu werden und nach einer Lösung zu suchen. Genau das habe ich auch gleich getan und zwar in Form einer Mindmap. Ich habe mir folgende Frage gestellt: Was muss ich tun, um weniger Existenzangst zu haben? Dazu habe ich mir mögliche Lösungen notiert, woraus sich dann konkrete ToDos ableiten lassen.

Übrigens ist das auch ein gutes Rezept gegen blinden Aktionismus, der letztendlich nichts bringt oder die Situation noch verschlimmert. Wann immer mich also diese Angst nun erfasst, schaue ich mir meine Mindmap an. Das beruhigt mich sogleich, weil ich sehe, dass es für jedes Problem einen Ausweg gibt. 

2. Notfallplan für das Worst Case Szenario entwickeln

Natürlich wünsche ich mir nicht, dass der Worst Case eintritt. Damit ich aber nicht mehr ständig Angst davor haben muss, habe ich mich gründlich damit auseinandergesetzt und einen Notfallplan entwickelt. Und siehe da: der Worst Case ist erstens doch nicht so schlimm wie befürchtet und zweitens auch gut zu bewältigen. Es ist also ziemlich beruhigend einen Plan zu haben, wenn der schlimmste Fall eintreten sollte. Und so ganz nebenbei verschwinden auch die Horrorszenarien, in die man sich vor lauter Angst hineinsteigert, weil die Situation wieder ins gerade Licht gerückt ist.

3. Finanzielle Rücklagen aufbauen

Geld bedeutet für mich Freiheit und ist ungemein beruhigend. Während ich früher mein Geld für unsinnigen Konsum ausgegeben habe, gehe ich nun viel bewusster damit um. Weniger zu brauchen und mehr zu haben, macht es mir in schwierigen Situationen einfacher und: es trägt zur Verringerung meiner Ängste bei. Gelobt sei der Minimalismus!

Dein Leben in die Hand nehmen

Diese 3 Tipps führen alle auf ein Ziel hinaus: Nicht vor Angst zu erstarren, sondern ins Handeln zu kommen. Es gibt für alles eine Lösung. Letztendlich bedeutet das nichts anderes, als unser Leben selbst in die Hand zu nehmen. Und das ist langfristig das Einzige, was wirklich hilft. Einfacher wird dieser Weg, je mehr wir in uns selbst, unsere persönliche Weiterentwicklung und unsere Fähigkeiten investieren. Oft braucht es Mut dazu. Doch dieser wird am Ende mit einem erfüllten Leben und einem stärkeren Ich belohnt.

Was kurzfristig hilft

Wenn sich das Gedankenkarussell nicht aufhören mag zu drehen, dann hilft es, aus der Situation auszubrechen und abzuschalten. Meditation, Sport,Freunde treffen, die Eltern besuchen, raus in die Natur – danach erscheint uns die Situation doch nicht mehr ganz so schlimm und der Kopf ist frei, um sich wieder auf die Lösung zu konzentrieren. An dieser Stelle vielen Dank an meine Instagram Follower für die tollen Tipps. Einen letzten möchte ich dir persönlich auch mitgeben: Lies keine Armutsberichte oder Schicksalsgeschichten. Sie ziehen dich nur runter. Lies lieber Erfolgsgeschichten von Menschen, die es geschafft haben, aus schwierigen Situationen auszubrechen und nun ein erfülltes Leben führen. Diese Geschichten motivieren und inspirieren.

 

Meine Lesetipps:

 „Wie’s weitergeht, wenn nichts mehr geht“*, von Jens Baum

Steckst du in einer sehr schwierigen Lebenssituation, kann ich dir dieses Buch von Jens Baum empfehlen. Er weiß genau wovon er spricht, denn er hat es selbst erlebt. Durch einen verschwenderischen Lebensstil und Fehlinvestitionen, verlor er alles: die eigene Praxis, das Haus und seine Familie. In dem Buch schildert er, wie er aus dieser Situation wieder hinausgefunden hat und nun als Therapeut andere Menschen betreut, denen es ähnlich geht.

Vielen Dank an den Kösel Verlag, der mir das Ebook als Rezensionsexemplar im Rahmen meiner Recherchen zur Verfügung gestellt hat.

 

 

Was tust du gegen Existenzängste? Ich freue mich auf deine Kommentare. 

 

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