Mehr Zeit für Lieblingsmenschen

Ich komme aus einer Großfamilie. Das, was früher selbstverständlich war, uns nämlich jeden Tag zu sehen, ist es heute nicht mehr. Jeder von uns lebt sein eigenes Leben, hat seine eigenen Verpflichtungen, geht seinen eigenen Weg. Die Gelegenheiten, bei denen wir Zeit miteinander verbringen, sind weniger geworden. Daher haben wir uns im letzten Jahr fest vorgenommen, zusammen zu verreisen und uns für eine Woche ein Häuschen im Wald gebucht.

Wer sich Zeit für die wichtigsten Dinge im Leben nimmt, vermisst nichts. 

Sich bewusst Zeit nehmen

Ich weiß nicht wieso es manchmal so schwierig ist, sich Zeit füreinander zu nehmen. Vielleicht liegt es an den vielen Optionen, die wir im Leben haben. Das führt manchmal dazu, dass wir uns vieles offen halten wollen oder nicht mehr wissen, was uns selbst eigentlich wichtig ist. Damit mir das nicht so oft passiert, mache ich Folgendes:

1. Aufschreiben, was mir wichtig ist

Ich nehme mir regelmäßig Zeit, um darüber nachzudenken, was mir im Leben wichtig ist. Meine Gedanken schreibe ich dann auf. So sehe ich viel klarer, wie viel ich von all dem lebe und was noch fehlt. Daraus leite ich dann meine persönlichen Ziele ab. Klingt zunächst simpel, ist aber enorm wichtig. Denn wie viel von unserer Zeit verbringen wir mit unsinnigen Dingen? Auf dem Blog Zeit zu leben findest du übrigens einen wunderbaren Text dazu. Auch Entrümpeln hilft dabei ungemein. Denn wer sich mit den eigenen Dingen auseinandersetzt, tut selbiges auch mit dem eigenen Leben

2. Ziele ableiten

Meine Ziele schreibe ich immer auf. Sie haben einen festen Platz in meinem Kalender. Dazu gehörte im letzten Jahr auch diese Reise. So war es überhaupt kein Problem, sofort zuzusagen, obwohl wir soweit im Voraus geplant haben. Denn es war ja mein festes Ziel, mit der Familie zu verreisen.

3. Verbindlichkeit schaffen

Wir haben nicht nur ein Jahr im Voraus geplant, sondern auch verbindlich gebucht. Das hat sich im Nachhinein als positiv erwiesen. Denn es gab so viele Ereignisse und Verpflichtungen, die diesen Zeitraum ziemlich unpassend gemacht haben. Kurz vorher bin ich zum Beispiel umgezogen. Das hat mich so einiges an Organisationsaufwand und Geld gekostet. Ähnlich sah es auch bei anderen Familienmitgliedern aus. Doch wir haben trotzdem daran festgehalten  … und es nicht bereut.

Mein Leben ist um einige Erinnerungen reicher

 

 

 

Eine Woche Familientrubel liegt hinter mir, voll mit schönen neuen Erinnerungen. Die tollen Gespräche, Unternehmungen und das gemeinsame Essen haben uns irgendwie noch mehr zusammen geschweißt. Ich bin sehr froh, dass wir uns die Zeit füreinander genommen haben, inklusive neuer Zukunftspläne. Uns hat es nämlich allen so gut gefallen, dass daraus vielleicht sogar ein jährliches Familienritual werden könnte. Wenn es nach mir ginge, am liebsten im Herbst.

 

 

 

 

 

 

 

Ich hatte ein paar sehr glückliche Momente und bin zufrieden, weil ich meine Lebenszeit etwas gewidmet habe, was mir wichtig ist. Noch lange werde ich sicher darauf zurück blicken und diese Gefühle mit meinen Erinnerungen wieder hervorholen.

 

 

 

 

 

 

 

Hast auch du manchmal das Gefühl, dass dir Zeit für das, was dir wichtig ist, fehlt? Wie gehst du damit um? Ich freue mich über deine Kommentare.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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