WIE DU DEIN FINANZIELLES ZIEL BESTIMMST UND ERREICHST

In meinem letzten Blogpost habe ich 5 Gründe vorgestellt, warum es gut ist, dir finanzielle Ziele zu setzen. Heute erfährst du, wie du dein finanzielles Ziel genau bestimmst und einen Finanzierungsplan aufstellst. Das sind wichtige Schritte, um deinen Traum umzusetzen. So bleibt es nicht bei einer vagen Vorstellung, sondern du hast einen Plan:

„A dream written down with a date becomes a goal. A goal broken down into steps becomes a plan. A plan backed by action makes your dreams come true.“ – Greg S. Reid.

Unsere Ressourcen wie Zeit, Geld und Energie sind begrenzt. Mit klaren Zielen setzt du diese auch gezielt für das ein, was dir im Leben wichtig ist.

Wie du dein finanzielles Ziel festlegst

Manche Träume haben einen festen Preis, der gleichzeitig auch dein finanzielles Ziel darstellt. Andere Träume aber, sind in ihrer Kostenaufstellung etwas komplexer, wie zum Beispiel eine größere selbstgeplante Reise. Dann musst du dein finanzielles Ziel selbst bestimmen. Je komplexer die Finanzierung, desto notweniger ist es.

Im Grunde genommen ist das einfach, denn du musst nur die Kosten addieren. Es geht auch weniger um die Berechnung an sich, sondern viel mehr darum, dass du als Ergebnis ein finanzielles Ziel in Form einer konkreten Summe hast. Nur dann weißt du, wann du dir deinen Traum erfüllen kannst und wie viel du monatlich dafür sparen musst. Rechne also aus, wie viel Geld du für deinen Traum brauchst. Wichtig ist, dass du es tust!

Heute verrate ich dir, wovon wir träumen

Minimalismus_Kanada_Finanzielle ZieleWie bereits angekündigt verrate ich dir, welchen Traum wir uns dieses Jahr erfüllen: Wir werden zu dritt für 3 1/2 Wochen mit dem Camper durch den Westen Kanadas reisen. In der Vergangenheit habe ich schon öfters an eine solche Reise gedacht. Vor lauter Angst und der falschen Überzeugung, sie mir sowieso nicht leisten zu können, habe ich gar nicht erst angefangen zu rechnen. Ich gab also auf, noch bevor ich überhaupt angefangen hatte. Kein Wunder, dass der Traum nie in Erfüllung ging – bis jetzt!

Anfang des Jahres habe ich das Ganze nachgeholt. Zunächst ging es nur um eine Schätzung der Gesamtkosten, um einfach mal eine Vorstellung davon zu haben. Dafür habe ich unsere Reise grob geplant. Je mehr ich mich damit auseinandersetzte, desto mehr wollte ich sie auch. Mich hat regelrecht der Ehrgeiz gepackt, der mich auch heute noch dazu antreibt, unser Ziel zu verwirklichen.

Da es keine Pauschalreise sein soll, entstehen zum Beispiel Kosten für Camper, Flug, Campingplätze, Lebenshaltungskosten, Ausflüge, Transfers, Unterkunft, Sprit und Outdoorausrüstung. Unser finanzielles Ziel ergibt sich ganz einfach aus der Summe aller Kosten.

Eine konkrete Zahl vor Augen zu haben, hat mir meine Ängste genommen. Letztendlich ist es egal, wie hoch die Summe ist. Sie kann erschreckend hoch sein oder überraschend niedrig ausfallen. Aber sie ist die Grundlage für weitere Entscheidungen. Denn sie gibt dir wichtige Informationen darüber, ob du dein Ziel finanzieren kannst, wann du es finanzieren kannst und wie du es finanzieren kannst.

Vor allem kannst du einschätzen, ob dein Traum dir letztendlich auch so wichtig ist, wie all das, was du an Ressourcen investieren musst, um ihn zu leben. Manchmal stellt sich nämlich Gegenteiliges heraus, aber dann kannst du auch getrost loslassen. Oder aber, du bist richtig angefixt und gibst alles, was du hast 🙂 In jedem Fall hast du dann eine Entscheidung getroffen, mit der du gut leben kannst.

Wenn du einmal gute Erfahrungen damit gemacht hast, dir Ziele zu setzen, wirst du in Zukunft mehr Selbstvertrauen und Mut haben, auch andere Ziele zu verwirklichen.

Wie du dein finanzielles Ziel erreichst

1. Verschaffe dir einen präzisen Überblick über deine Finanzen

Es reicht nicht, eine ungefähre Vorstellung von dem zu haben, was du im Monat übrig haben könntest. Nein, du musst ganz genau über deine Einnahmen und Ausgaben bescheid wissen. Daraus ergibt sich, wie viel du monatlich für dein finanzielles Ziel zur Seite legen kannst und wann du es erreichst. Das ist dein persönlicher Finanzierungsplan. Wenn du es schaffst, monatlich 300 EUR zurückzulegen, dann halte dich eisern an deinen Plan, bis du dein Ziel erreicht hast!

Ich weiß, das ist ziemlich banal. Ich dachte früher auch, dass ich das nicht nötig hätte. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum ich immer zu denjenigen gehörte, die nie wussten, wo ihr ganzes Geld nur geblieben ist. So lassen sich natürlich keine Träume finanzieren. Seit ich aber damit angefangen habe, jeden Cent zu verplanen, gerate ich nicht mehr in Versuchung, unser Geld für andere Dinge auszugeben, sondern einzig und allein für unser Ziel. Einen Überblick über die eigenen Finanzen zu haben ist für mich das A und O, um Ziele zu erreichen.

Beobachte deine Finanzen über eine längere Zeit. Das hilft dir dabei, realistisch zu planen und finanziellen Stress zu vermeiden. Wer hier nachlässig ist, verschätzt sich leicht und riskiert, dass sich die Umsetzung des Ziels nach hinten verschiebt.

App Tipp: An dieser Stelle kann ich dir nur wieder die PocketMoney App empfehlen. Mit dieser habe ich meine Finanzen wirklich gut im Blick und kann unser Geld sogar sehr weit in die Zukunft verplanen. Vor allem aber weiß ich immer, wie viel Geld wir im Monat nach Abzug aller Kosten tatsächlich zur Verfügung haben. Und ich habe ein Konto für unsere Kanada-Reise angelegt, in dem ich immer verfolgen kann, ob wir unseren Finanzierungsplan einhalten können. Wenn ich zum Beispiel vor der Versuchung stehe, mir etwas zu kaufen, das ich nicht brauche, sehe ich sofort, welche Finanziellen Folgen es insgesamt hat.

2. Erschließe dir neue Einnahmequellen

Du könntest nebenbei Arbeiten oder dein Zeug bei Ebay verkaufen. Mit Letzterem finanzieren wir zum Beispiel einen Teil unserer Outdoorausrüstung und werden dabei sogar noch Dinge los, die wir ohnehin nicht mehr brauchen. Aber es gibt noch mehr Möglichkeiten. Die Sparfüchsin Andrea hat auf ihrem Blog einen tollen Artikel über Ideen für Nebeneinkünfte verfasst.

3. Entdecke neues Sparpotenzial

Entrümple einmal so richtig deine Finanzen, um Sparmöglichkeiten aufzudecken. Ich muss sagen, dass ich diesen Punkt stark unterschätzt habe. Aber es kommt tatsächlich eine hübsche Summe zusammen, wenn man auf alles verzichtet, was man nicht wirklich braucht. Das ist eine der Hauptgründe, wieso wir unser Ziel bereits dieses Jahr erreichen.

Und zum Schluss:

Berücksichtige unbedingt auch finanzielle Extrakosten ein, wie zum Beispiel für die defekte Waschmaschine oder eine Autoreparatur. Am besten ist, wenn du bereits über Rücklagen verfügst, mit denen du solche finanziellen Engpässe ausgleichen kannst. So vermeidest du schlaflose Nächte.

Gehst du auch strategisch an deine Ziele heran? Und welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Hast du noch weitere Tipps für Einnahmequellen und Sparmöglichkeiten? Diese finde ich mittlerweile ziemlich spannend. Und sie zu entdecken, macht mir richtig Spaß. Wie geht es dir damit?

 

 

 

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8 thoughts on “WIE DU DEIN FINANZIELLES ZIEL BESTIMMST UND ERREICHST

  1. Beim Planen der Finanzen ist es für mich nicht nur wichtig zu gucken was am Ende vom Monat übrig bleibt, sondern auch das mit einrechne was ich jährlich bezahlen muss (wie beispielsweise Steuern).

    Ansonsten spare ich viel Geld indem ich kaum auswärts esse und die Dinge beim Kiosk nebenan NICHT kaufe. Neben der Wohnungsmiete sind die grössten Ausgaben für das Essen gedacht. Und da ich gerne Bio kaufe ist es oft eine Gratwanderung.

    1. Hallo, stimmt, die jährlichen Kosten sind auch nicht zu unterschätzen. Wenn ein finanzielles Ziel über ein Jahr im voraus geplant wird, sollten diese natürlich unbedingt berücksichtigt werden. Ich mache es genauso wie du. Gehe kaum noch auswärts essen und kaufe bio. Manchmal stehe ich dann doch vor der Versuchung, die konventionelle Variante zu nehmen, statt bio, um Geld zu sparen, aber dann reiße ich mich doch immer wieder am Riemen. Nicht alles was wir kaufen ist wirklich bio, aber bei frischen Sachen versuchen wir, möglichst darauf zu achten.

      1. Ich glaub wenn ich könnte würde ich mir immer alles Frische auf dem Markt holen, beim lokalen Bauern, das wäre wohl am Besten. Vermutlich wieder nicht Bio, naja… Aber als Student ist mir das dann doch zu teuer.

        1. Hi ich kann deinen Einwand verstehen. Bio ist teurer. Wenn du aber selbst kochst, die Industrieprodukte dafür reduzierst und darauf achtest, dass du nur so viel zubereitest, dass du nichts wegwerfen musst, dann hält sich das Ganze in Grenzen. Wir haben den Fleischkonsum reduziert. Ich würde sagen, dass wir die Hälfte unseres Fleisches in Bioqualität kaufen. Zwischendurch kaufe ich Obst und Gemüse auch mal nicht in Bioqualität. Bei uns war eigentlich nicht ausschlaggebend ob bio oder nicht. Sondern dass wir ziemlich viele Lebensmittel verschwendet haben und viel auswärts gegessen haben. Seit wir selbst kochen und besser einschätzen, wieviel wir tatsächlich brauchen, sparen wir eine Menge.
          Aber ich kann natürlich nicht sagen, ob sich das auch auf das Studentenleben übertragen lässt. Das müsste man einfach mal ausprobieren. Liebe Grüße, Huong

  2. Wir versuchen uns möglichst ursprünglich (ohne industrielle Verarbeitung) zu ernähren. Ob etwas „BIO“ ist, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Denn eine „biologisch“ angebaute Paprika ist noch lange nicht umweltschonend, wenn sie aus Ägypten importiert wird. Und die hiesigen Bauern können den Bedarf an Bioerzeugnissen schon lange nicht mehr decken.

    Lieber – wie oben schon geschrieben – regional und direkt vom Bauern ohne Zwischenhändler kaufen.

    1. Hallo Chris, wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass es günstiger ist, wenn man auf industrielle Produkte verzichtet. Es geht nicht hauptsächlich ums Geld, aber war für mich doch zunächst erstaunlich. Ich fühle mich besser, wenn ich weiß, dass wir nicht zu viele Zusatzstoffe zu uns nehmen. Wir greifen so oft wir können auf Bioprodukte zurück, weil diese nicht so stark Pestizid belastet sind. Wie ist das für dich?

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