Wie will ich eigentlich wohnen?

Wenn man an minimalistisches Wohnen denkt, fallen einem zunächst Tiny Houses, Mini-Apartments oder Wohnwagen ein. Sich räumlich zu verkleinern kann eine Folge des minimalistischen Lebensstils sein. Schließlich trennen wir uns von einer Menge unnötigem Zeug. Doch nicht immer muss es die Größe sein, die uns über einen Wechsel des Wohnraums nachdenken lässt. Es kann auch ganz einfach die Frage danach sein, was wir zum Wohnen brauchen, um glücklich zu sein.

Bist du nicht glücklich? Dann ändere es

Die Wohnung hat einen enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden und auf unsere Lebensqualität. Es ist der Ort, an dem wir uns geborgen fühlen, uns zurückziehen und uns vom stressigen Alltag erholen können. Auch ich habe den Entschluss gefasst, den Wohnraum zu wechseln, um nicht länger in einer unbefriedigenden Wohnsituation auszuharren. Bereits Albert Einstein wusste:

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

Als Freelancer verbringe ich viel Zeit in meinen eigenen vier Wänden. Ich brauche einen Ort, an dem ich zur Ruhe kommen kann, um kreativ zu sein. Der erste Schritt ist immer die Entscheidung zur Veränderung zu treffen. Ein Umzug kostet viel Geld, Zeit und Nerven. Schon der Gedanke an das Ein- und Auspacken haben mich das Ganze oft vor mich herschieben lassen. Hier gilt tatsächlich, je weniger Dinge du hast, desto leichter fällt diese Entscheidung. Letztendlich habe ich es aber trotzdem getan, weil das Wohnen in meiner jetzigen Lebenssituation einen sehr hohen Stellenwert genießt.

Ein neuer Ort für die Seele

Nach einiger Zeit des Suchens bin ich fündig geworden. Ich habe mich in eine kleine süße Altbauwohnung verliebt, die meine Bedürfnisse nach Ruhe, Gemütlichkeit und Überschaubarkeit erfüllt. Kurz: Sie ist perfekt auf meine Lebenssituation zugeschnitten. Denn sie befindet sich am Rande eines Naturschutzgebietes. Jeden Morgen dürfen wir nun auf grasende Pferde blicken. Auch das Bauchgefühl stimmt, als ich die Wohnung betrete. Bereits im Flur weiß ich, dass ich diese Wohnung will. Es ist der perfekte Ort zum Leben und zum Arbeiten.

Wie du deinen neuen Lieblingsort findest


Wie sieht es mit deiner Wohnsituation aus? Der Wohnpsychologe Uwe Link rät in seinem Buch „Die Psychologie des Wohnens – Vom Glück, sich ein Zuhause zu schaffen“* zu einer einfachen Frage, um dir deiner aktuellen Wohnsituation bewusst zu werden:

„Wären Sie tagelang durch einen Schneesturm in Ihren eigenen vier Wänden eingeschlossen, würden Sie geschwächt und gelangweilt oder energiegeladen und zufrieden herauskommen?“

Wenn du zu denen gehörst, die die eigenen Wände gelangweilt verlassen, dann wird es Zeit für einen neuen Lieblingsort! Diesen zu finden ist leichter wenn du weißt, was du zum Wohnen brauchst, um glücklich zu sein. Hast du dich das schon einmal gefragt? Was gefällt dir an deiner jetzigen Wohnung nicht? Was wünschst du dir stattdessen? Nur wenn du dich wirklich nach deinen eigenen Bedürfnissen und nicht nach den Wohnvorstellungen anderer richtest, wirst du die passende Wohnung finden. Lass dich weder von deinem Umfeld, von Wohntrends noch vom Makler beeinflussen. Das was bei dieser Entscheidung zählt, bist allein du. Denn schließlich wirst du in dieser Wohnung leben, sie bezahlen und pflegen. Schau dir mehrere Wohnungen an. So bekommst du ein besseres Gefühl für deine Wohnbedürfnisse. Und lass dir Zeit. Dann musst du keine Kompromisse eingehen, die dich unglücklich machen.

 

Nach einigen Wohnungspleiten, habe ich nun das Gefühl angekommen zu sein. Wie minimalistisch ich mich eingerichtet habe, erfährst du in einem baldigen Beitrag. Gern kannst du mir natürlich in den Kommentaren von deinen Wohnerfahrungen berichten. Und inwiefern hat Minimalismus deine Wohnbedürfnisse beeinflusst?

 

Blog-Tipp: Die Wohnpsychologin

Wenn dich das Thema, Wohnpsychologie interessiert, dann empfehle ich dir den Blog Die Wohnpsychologin von Dr. Barbara Perfahl. Hier erfährst du wie Räume unser Wohlbefinden beeinflussen und wie du deine Wohnung zu deinem Lieblingsort einrichtest.

 

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4 thoughts on “Wie will ich eigentlich wohnen?

  1. Hallo Huong,

    schön, dass du dich neu orientiert hast. Ist der Umzug schon vollzogen? Hast du dich verkleinert? hast du noch viele Dinge entsorgt?
    das finde ich sehr spannend, weil du ja schon so lange minimalistisch lebst.
    L.G.
    Bärbel

    1. Liebe Bärbel, schön mal wieder von dir zu hören. Der Umzug ist zum Glück vorbei. Ja, habe mich verkleinert und bin superfroh darüber. Da ich vorher bereits viel entsorgt habe, hatte ich relativ gesehen weniger Dinge gehabt, aber trotzdem noch mehr als ich dachte. Meine Erfahrung zeigt, dass man echt regelmäßig entrümpeln muss. Vor einem Umzug kann es sehr stressig sein. Dann neigt man eher dazu die Sachen wegzuschmeissen. Ich hoffe wir sehen uns bald mal wieder. Liebe Grüße Huong

  2. Freue mich schon auf den Blogeintrag zur neuen Wohnung! Bin da genauso wie du – wenn man soviel Zeit Zuhause verbringt, muss eben alles stimmen, vor allem das Bauchgefühl!

    1. Liebe Vanessa, werde Anfang des nächsten Jahres eine Homestory Blogpostserie über meine Wohnung starten. Verbringst du auch viel Zeit daheim? Für mich war es jedenfalls die richtige Entscheidung. Ich genieße die neue Stille um mich herum. Liebe Grüße Huong

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