Sich selbst mehr Zeit schenken

Meine Abende habe ich in letzter Zeit öfters mit Schreiben verbracht oder dem Lesen von Fachliteratur und Blogartikeln. Neulich jedoch verspürte ich das Verlangen, einfach mal wieder einen kitschigen Liebesroman zu lesen, etwas zu häkeln oder ins Kino zu gehen. Aus meinen Gedanken sprach die Sehnsucht nach Momenten ohne Druck oder Verpflichtungen.

Warum ich mir selbst Zeit schenken möchte

Wie oft stellen wir uns selbst hinten an? Sollten wir uns nicht einen hohen Stellenwert zuschreiben? Denn schließlich geht es um das eigene Leben. Wir sollten uns darin wohl fühlen und deshalb auch gut mit uns selbst umgehen. Ich habe mich ein wenig vernachlässigt. Das merke ich immer daran, dass ich in Tagträume verfalle und mich darin in ein Häuschen am See in den Bergen versetze, wo ich Zeit für all die Dinge habe, nach denen ich mich in meinem Alltag sehne. Ich bin krampfhaft kreativ, wenn man das überhaupt noch als kreativ bezeichnen könnte. Und ich bin irgendwie unausgeglichen.

Daher habe ich beschlossen, die Weihnachtszeit in diesem Jahr zu nutzen, um mir selbst etwas Gutes zu tun. Ich möchte neue Kraft tanken für alles Neue, was mich im nächsten Jahr erwartet. Ich will an Momente zurückdenken, in denen ich zufrieden war und Freude hatte. Ich möchte nicht vor lauter Zielstrebigkeit, die kleinen Dinge aus den Augen verlieren, die das Leben so lebenswert machen.

Ein Weihnachtskalender voller Zeit

Dieses Jahr wird es einen symbolischen Weihnachtskalender für mich selbst geben. Dazu habe ich eine Liste erstellt, mit folgenden Zeitgeschenken:

  • Allein ins Kino gehen
  • Einen kitschigen Liebesroman lesen
  • mir Zeit für ein Schaumbad nehmen
  • Einen ganzen Tag lang wirklich mal nichts tun
  • Bücher lesen, die schon lange auf mich warten
  • Meine neue Wohnumgebung erkunden
  • Den nahegelegenen Wanderweg zum See gehen
  • Mal wieder an meinem Buch schreiben
  • Häkeln oder nähen
  • mich mit einer Freundin zum Frühstück treffen
  • einen Tag lang digital Detox betreiben
  • Den Doku Film „Tomorrow“ ansehen
  • Mir mal wieder etwas Ruhrpottkultur vornehmen
  • Endlich mal meine gespeicherten Artikel bei Facebook lesen

… um nur einige zu nennen.

Damit das Ganze aber nicht in Stress ausartet, werde ich keine Türchen öffnen, sondern mir jeden Tag oder auch über mehrere, etwas von dieser Liste aussuchen. Es geht nicht darum, die Liste abzuarbeiten, sondern vielmehr darum, mir bewusst Zeit für mich zu nehmen. Ich will meinen Sehnsüchten ganz einfach nachgeben können, ohne schlechtes Gewissen, sondern mit Freude und Genuss.

Wie wird es mir wohl damit gehen?

Da bin ich selbst gespannt. Das Ganze erinnert mich einwenig an früher, als ich mich nach getaner Arbeit mit Konsumgütern beglückt habe. Nur heute schenke ich mir Zeit statt Zeug. Ich freue mich schon wahnsinnig darauf. Ein Review erfolgt natürlich zum Ende des Jahres. Du kannst mir natürlich auch auf Instagram folgen. Dort werde ich zeitgleich Bilder dazu veröffentlichen.

Wie sieht es mit dir aus? Hast auch du manchmal das Gefühl, zu wenig Zeit für dich selbst zu haben? Wie gehst du damit um?

 

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 Das Beste, was wir tun können, ist nichts | Björn Kern*

„Nichtstun heißt ja nicht, dass ich nichts tue. Nichtstun heißt, die falschen Dinge sein zu lassen.“ Auch wenn der Titel es nicht gleich verrät, geht es im Buch um Minimalismus. Auf amüsante Weise schildert Björn Kern, wie materielle Dinge uns ständig in Anspruch nehmen. Er befreit sich nach und nach von seinem Auto, seinem Fernseher und anderen Dingen und kauft sich ein Hof im märkischen Oderbruch, um einfach nichts zu tun. Höher, schneller, weiter und zwischendurch wieder konsumieren – Björn Kern hat einen Ausweg für sich gefunden.

 

 

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