#Blogger für Flüchtlinge – das Streben nach Glück

Instagram-bloggerfuerfluchtlinge-300x300Heute schreibe ich über ein Thema, das mich persönlich sehr berührt. Vor vielen Jahren sind auch wir als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. An unsere Flucht kann ich mich nicht erinnern, sondern weiß darüber nur durch Erzählungen von meinen Eltern. Doch trotzdem hat diese Episode mein Leben und mein Denken beeinflusst.

Zu wissen, dass es auch anders hätte verlaufen können, hat mich dankbar gemacht für das, was ich habe und für die vielen Möglichkeiten, mein Leben zu gestalten. Das ist keinesfalls selbstverständlich. Denn so vielen Menschen auf der Welt bleibt dies verwehrt. Und das erleben wir im Moment hautnah mit.

Es geht mir nicht darum, mir mit dem Leid anderer bewusst zu machen, wie gut wir es doch haben. Nein, das was gerade passiert, ist die Realität. So sieht es in anderen Teilen der Welt, jenseits unserer Wohlstandsgesellschaften aus. Und da wir alle in dieser Welt leben, geht es uns auch alle etwas an.

Es geht uns etwas an, wenn es Menschen auf der Welt gibt,

… die täglich Angst um ihr Leben und das ihrer Familie haben

… die nicht wissen, was sie ihren Kindern morgen zu essen geben sollen

… die keine Möglichkeit auf medizinische Versorgung haben

… die kein richtiges Zuhause haben

… die jeden Morgen mit Sorgen und Ängsten aufstehen

Ich möchte mir nicht anmaßen, darüber zu urteilen, wer bleiben darf und wer nicht. Für mich zählt ganz allein die Tatsache, dass es sich um Menschen handelt, die unter lebensbedrohlichen Bedingungen hierher gekommen sind. Wer verlässt unter solchen Bedingungen seine Heimat, seine Familie, seine Freunde und alles, was er dort lieb gewonnen hat? Ich bin mir sicher, dass dies niemand rein aus materiellen Gründen tut.

Und wir dürfen nicht vergessen, dass es sich bei Grenzen nicht um natürliche Gesetzmäßigkeiten handelt. Sie sind auch nur von Menschen errichtet worden. In unseren Köpfen hat jeder die Freiheit, sie einzureißen. Wer Grenzen zieht, grenzt immer auch andere aus.

Was bedeutet wohl Glück für diese Menschen?

Wer alles verloren hat, ist glücklich, wenn er und alle anderen Familienmitglieder die Flucht überlebt haben, wenn er in Sicherheit ist und wieder hoffnungsvoll in die Zukunft blicken kann. Als Minimalistin stehe ich dem Glücksbegriff ähnlich gegenüber. Ich bin glücklich, wenn es mir und meinen Lieben gut geht, wenn ich frei von Sorgen und Ängsten lebe und meine Zukunft frei gestalten kann. Und dieses Glück zu suchen, gestehe ich allen Menschen auf dieser Welt zu – egal wo.

Mein minimalistisches Statement dazu: In einer Überflussgesellschaft, in der

– Lebensmittel tonnenweise weggeschmissen werden

– Übergewicht kein Ausnahmeproblem mehr ist

– wir mehr Kleidung haben, als wir anziehen können

– Ressourcen wie Energie und Wasser eine Selbstverständlichkeit sind,

ist genug für alle da.

 

An dieser Stelle möchte ich auch auf die Aktion #Blogger für Flüchtlinge aufmerksam machen. Wer Lust hat, sich zu beteiligen, zu spenden oder mehr über die Flüchtlingssituation erfahren will, wird hier fündig.

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.