5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen | Bronnie Ware

Die Palliativpflegerin Bronnie Ware erzählt in ihrem Buch, was sterbende Menschen kurz vor ihrem Tod am meisten bereuen. Es ist ein Buch voller Lebensweisheiten, die uns dazu ermutigen, ein Leben zu führen, wie wir es uns wünschen – ehe es zu spät ist. Dieser Zeitpunkt kommt stets plötzlich, egal ob wir mit 20, 40 oder 80 Jahren sterben. 

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Auf der Suche nach dem guten Leben

Bronnie Ware führt ein konventionelles Leben als Bankerin, ehe sie eines Tages ihren Besitz verkauft und sich auf die Reise macht. Es ist der Beginn ihres Ausbruchs aus ihrer persönlichen Tretmühle und der Suche nach einem Leben, das sie wirklich führen möchte.

Ab diesem Moment lebt sie permanent in unsicheren Verhältnissen, in denen sie nicht weiß, wann der nächste Job auf sie wartet oder wo sie die nächste Nacht verbringen soll. Doch es ist ein Leben nach ihren eigenen Ideen. Sie schlägt sich als Spülerin durch, arbeitet in einer Bar und in einem Callcenter, um ihre Reisen zu finanzieren. Ungeachtet aller Normen, lässt sie sich vom Leben treiben. Neben all der Angst und dem Mut, den sie für dieses Leben aufbringen muss, erlebt sie so auch viele Momente der vollkommenen Freiheit und des Glücks.

5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen

Schließlich nimmt sie ihren ersten Job als Gesellschafterin bei einer älteren Dame an und findet so viel Sinn in dieser Tätigkeit, dass sie ihren Weg als Palliativpflegerin, Housesitterin und Musikerin fortführt. Während sie sterbende Menschen in ihren letzten Stunden begleitet, bereichern sie auch ihr Leben. Sie erhält von ihnen Antworten auf die Frage, was ein gutes Leben ausmacht: Ein Leben ohne Reue. Am Ende bereuten sie nicht, wie sie gelebt haben, sondern wie sie nicht gelebt haben:

Ich wünschte, …

  1. ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie andere es von mir erwarteten.
  2. ich hätte nicht so viel gearbeitet.
  3. ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
  4. ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten.
  5. ich hätte mir mehr Freude gegönnt.

Schonungslos ehrlich erzählt Bronnie Ware die Geschichten dieser Menschen, wie etwa die von John, der am Ende mit sich haderte, weil er viel Zeit seiner Arbeit widmete, durch die er sich auch definierte. Schließlich stirbt seine Frau, noch ehe sie ihre gemeinsamen Reisepläne verwirklichen können.

Oder Lenny, der seine Eltern verlor, noch ehe er das Erwachsenenalter erreichte. Später verlor er seine Frau und zwei seiner vier Kinder. Trotzdem betrachtete er sein Leben als ein Gutes an, weil er sehr viel Liebe erfahren durfte.

Glück ist also auch immer eine persönliche Entscheidung

Jeder erlebt Höhen und Tiefen, auch wenn es manchmal so anmutet, als wenn das Schicksal nur uns übel mitspielt. Doch sie gehören zum Leben einfach dazu. Wir haben die Wahl, entweder damit zu hadern oder nach vorne zu blicken und aus jeder Situation das Beste zu ziehen:

Ein Leben ohne Reue erfordert Mut

Während Bronnie sich um Sterbende kümmert, blickt sie auch auf ihr eigenes Leben. Auf ihrer Reise zu sich selbst, erlebt sie viele Tiefpunkte, in denen auch sie hadert.

“Es ist schade, dass es so viel Mut erfordert, der zu sein, der man wirklich ist. Aber so ist es eben. Es verlangt manchmal sogar enormen Mut.“

Seinen eigenen Lebensvorstellungen zu folgen ist nicht leicht und auch nicht täglich von Glück begleitet. Es erfordert Kraft und Mut, weil wir unser Leben selbst kreieren müssen, unabhängig von dem, was morgen sein könnte, den Erwartungen, die andere an uns richten, den Fesseln, die wir uns mit dem auferlegen, was wir zu brauchen glauben oder mit unseren Denkmustern, aus denen wir nur schwer ausbrechen können. Doch es lohnt sich. Denn am Ende ist es der Weg, der uns zufriedener zurückblicken lässt.

5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen | Bronnie Ware* – ein Buch, dass sich definitiv lohnt, immer wieder neu zu entdecken.

 

 

 

 

 

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