Schreib dich glücklich mit dem 6-Minuten Tagebuch

Bis ins Studium hinein habe ich Tagebuch geschrieben. Ich weiß nicht, wann ich damit aufgehört habe. Ich vermute aber stark, dass es mit meinem Eintritt in meine Komfortzone geschehen ist. Alles war einfach. Das Leben war komfortabel. Doch jetzt brauche ich einen neuen seelischen Lageplan. Denn ich verlasse meine Komfortzone. Wie sieht es innerlich überhaupt aus in mir? Wo stehe ich gerade?

Das 6 Minuten Tagebuch

Während ich das Internet nach schönen Notizbüchern durchforste, stoße ich auf das Das 6-Minuten Tagebuch* von Dominik Spenst. 6 Minuten am Tag allein nur für mich und meine Gedanken. Das klingt gut! Sehr gut!

Dominik Spenst

Während eines einjährigen Asienaufenthalts wird Dominik Spenst in Kambodscha, nur drei Tage vor seinem Rückflug, von einem Motorrad angefahren. Es folgten ein langer Krankenhausaufenthalt und mehrere OPs. Es war nicht klar, ob er sein Bein behalten würde.

„Es war die schwerste Zeit meines Lebens.“

Dominik Spenst

Trotzdem verlor er nicht den Mut und schon gar nicht seine Lebensfreude. Heute ist er sogar dankbar für seinen Unfall. Denn er hat gelernt, dass Lebensfreude „in erster Linie innerlich zu beeinflussen ist.“

Wer es schafft, aus einer solchen Situation heraus glücklich zu sein, muss wissen wovon er spricht, denke ich. Ich bin neugierig und will einen Versuch starten. Als ich das 6-Minuten Tagebuch in meinen Händen halte und darin blättere, bin ich zunächst überrascht, so viel Text vorzufinden. Eigentlich will ich ja nur schreiben. Dafür brauche ich doch keine Anleitung. Oder? Weil ich es nicht ertragen kann, Texte nur zu überfliegen, lese ich die Seiten, um dann endlich mit dem Schreiben beginnen zu können.

„Das 6 Minuten Tagebuch ist kein Tagebuch wie jedes andere. Vielmehr ist sein festes Ziel, dich mit einfachsten Methoden längerfristig glücklicher und zufriedener zu machen“

Dominik Spenst

Es klingt zunächst wie ein flaches Werbeversprechen. Doch ich kenne die Wirkung des Schreibens gut. Es entlastet unsere Seele, kreiert Erinnerungen und gibt uns die Möglichkeit uns selbst und unser Leben aus der Distanz heraus zu betrachten, uns selbst zu reflektieren. Ich teile diese Erfahrung also mit ihm. Bei monkee, dem online Tagebuch, findest du übrigens einen wunderbaren Text dazu: „Bewusster leben durch Tagebuchschreiben: 10 Tipps und Techniken.“

Die Psychologie des Glücks

Dominik Spenst hat das 6 Minuten Tagebuch aus den Erkenntnissen der Positiven Psychologie heraus entwickelt, also der Wissenschaft, die Menschen glücklich macht. Es sind zwei Maßnahmen, die laut Studienergebnissen zu mehr Glück führen:

  1. Dankbarkeit und
  2. positive Erlebnisse.

Sie fließen ab jetzt nun täglich in meine Morgen- und Abendroutine ein. Denn so ist das 6-Minuten Tagebuch konzipiert. Für mich persönlich ist aber die Frage „Was hätte ich heute besser machen können?“ besonders wichtig. Denn Selbstreflexion ist in diesem Jahr ein ganz wichtiges Thema für mich. Wer aus seiner Komfortzone ausbrechen will, schafft das nur, wenn er sich nicht im Kreis dreht.

Dann gibt es noch die wöchentlichen Fragen. Sie fallen jedes Mal anders aus. Ich finde sie auf Anhieb lustig und ich merke, wie ich mich darauf freue, sie zu beantworten. Es ist fast so als ob da jemand wäre, der sich für dein Leben interessiert und zum Beispiel fragt:

„Was war dein schlimmstes Date und warum war es das schlimmste? Beantworte dieselbe Frage auch für dein bestes Date.“

Während ich darüber nachdenke, muss ich schmunzeln.

6 Minuten am Tag für mich allein

Du weißt es mittlerweile zur Genüge. Ich schreibe einfach wahnsinnig gerne. Mehr wahrscheinlich noch als das ich rede. Daher habe ich Lust darauf, jeden Morgen und jeden Abend einpaar Zeilen über mich, meine Gedanken, meine Tage, mein Leben zu schreiben. Und zwar über das, was schön ist. Einfach, weil es mir in dem Moment gut tut und für all die anderen Momente, in denen die Welt ziemlich grau aussehen kann. Wenn ich jemanden brauche, der mir sagt

„Hey, schau was du in all den Jahren deines bisherigen Lebens alles schon geschafft hast. Das ist Wahnsinn! Und egal was passiert, es geht immer weiter!“

Und weißt du was ich noch gut finde? Das 6-Minuten Tagebuch ist so herrlich passiv. Ich muss nur die Fragen beantworten. Nicht darüber nachdenken müssen, was ich schreiben soll? Kein weißes Blatt, dass mich gähnend anstarrt? Zur Abwechslung auch mal wahnsinnig entlastend. Das Tagebuch gibt mir durch seine Fragen tolle Denkanstöße. Ich muss sie nur noch aufschreiben.

Letztendlich weiß ich nicht, ob es mich wirklich zu einem glücklicheren Menschen macht. Viel eher würde ich sagen, dass es mir all das Glück bewusst macht, dass ich bereits habe.

Wie sieht es bei dir aus? Hast du bereits Erfahrung mit einem Tagebuch? Wäre das 6-Minuten Tagebuch etwas für dich oder bevorzugst du etwas anderes? Da ich Papeterie über alles liebe, freue ich mich natürlich auch auf deine Empfehlungen.

 

Das 6-Minuten-Tagebuch: Ein Buch, das dein Leben verändert* Dominik Spenst

Wenn auch du den schönen Seiten deines Lebens einpaar Minuten am Tag widmen möchtest, dann bestelle es dir hier* bei Amazon oder bei einem Buchhändler deines Vertrauens.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken, das mir auf meine Anfrage hin zugesendet wurde und vor allem für den netten Kontakt. Ich freue mich darauf, die Zeilen zu füllen.

 

 

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11 thoughts on “Schreib dich glücklich mit dem 6-Minuten Tagebuch

  1. Ach Mist, jedes Mal wenn ich so einen Artikel lese, verspüre ich den Drang mit dem Schreiben eines Tagebuches wieder anzufangen. Aber das hält meistens ein paar Tage an. Irgendwie liegt mir das nicht so… Ich finde es gut, dass Dominik 6 Minuten gewählt hat. Das ist mit allen neuen Gewohnheiten so, klein anfangen, mit Babysteps. Dann hat es bei mir bei Gewohnheiten die mein Leben bereichert haben auch meistens funktioniert.

    1. Hey, ja stimmt 6 Minuten ist eine sehr gute niedrigschwellige Hürde. Vielleicht braucht man ein Ziel, um Tagebuch zu schreiben? Ich kann beim Schreiben auf jedenfalls meine Gedanken besser sortieren 🙂

      1. Kann ich gut verstehen. Ich sortiere beim Meditieren und schreibe oft Stichworte auf. Vielleicht geht das auch schon als Mini-Tagebuch durch. 😉

  2. Dankbarkeitzu empfinden ist in meinen Augen tatsächlich DER Schlüssel zu einem glücklichen Leben. Ich nehme mir jeden Morgen und jeden Abend 5 Minuten Zeit und mache mir bewusst , wofür ich dankbar bin. Und das ist jedes Mal erstaunlich viel. Im Alltag würden diese Gedanken sicher untergehen, weil ich die Dinge schon als selbstverständlich hinnehme. Sie aufzuschreiben ist bestimmt besonders wirkungsvoll, vielleicht probiere ich das auch mal aus…

    1. Liebe Kathinka, das finde ich echt toll. Ich glaube bei mir reicht es nicht, mir Gedanken zu machen. Ich muss es aufschreiben, weil meine Gedanken immer abschweifen. Beim Schreiben ist bin ich voll dabei und achtsam. Ansonsten dreht sich mein Gedankenkarrussel unaufhörlich. Aber ich denke auch, dass Dankbarkeit glücklich macht. Ich bin gespannt wie sich das jetzt über das Jahr hindurch auswirken wird. Liebe Grüße Huong

  3. Vielen Dank für deinen Beitrag.

    Auch ich habe in meiner Teenagerzeit und auch einige Jahre danach ein Tagebuch geführt und irgendwann mal damit aufgehört.

    Eine sehr gute Freundin erzählte mir, das sie nie aufgehört hätte Tagebuch zu führen.
    Es ist nicht unbedingt ein klassisches Tagebuch, welches sie führt sondern eins, das nur zum Einsatz kommt, wenn sie tolle Erlebnisse hat.
    Man kann dieses Buch meiner Meinung Schönes-Tage-Buch nennen.

    Dominik s 6 Minuten Tagebuch finde ich sehr originell und fiffig.
    Es kitzelt aus dir die Dankbarkeit heraus, die dir Dank deines Tagebuches bewusst wird.
    Aus diesem Grunde überlege ich mir ernsthaft, das Tagebuch zu holen.

    „Letztendlich weiß ich nicht, ob es mich wirklich zu einem glücklicheren Menschen macht. Viel eher würde ich sagen, dass es mir all das Glück bewusst macht, dass ich bereits habe.“

    1. Liebe Asle, danke für deinen Kommentar. Ich verlose das Buch gerade auf Instagram 🙂 Ich muss sagen, dass ich positiv überrascht bin von dem 6-Minuten Tagebuch. Es tut gut, morgens nicht gleich mit seinen Verpflichtungen zu starten, sondern mit den schönen Dingen. Kann es also nur empfehlen 🙂

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