Flow – das große Buch vom Weniger

„Oooooh“ ist mein erster Gedanke als ich das Sonderheft des Flow Magazins “Das große Buch vom Weniger”* in der Bahnhofsbuchhandlung entdecke. Ein immer seltener werdender Gedanke schlängelt sich erfolgreich hervor: „Muss ich haben“. Ich ordere sogleich ein Rezensionsexemplar. Et Voila!

*Beitrag enthält Amazon Werbelinks

Blick über den Tellerrand

Das Sonderheft scheint all das Positive aus Buch und Magazin miteinander zu vereinen: Viel Inhalt, sehr ansprechend und leserfreundlich gestaltet. Die Themen sprechen mich an. Es geht um

  • weniger Arbeiten
  • kleiner wohnen
  • leihen statt kaufen
  • loslassen lernen
  • öfter offline sein

Jeder der sich mit Minimalismus beschäftigt, tut das wahrscheinlich vordergründig zu Themen, die das eigene Leben betreffen. Es geht mir genauso. Umso interessanter ist es zu erfahren, wie andere sich mit dem Thema Minimalismus auseinandersetzen und ihn leben.

Da wäre zum Beispiel Annemiek Leclaire, die der Sharing Economy nicht nur Gutes abgewinnen kann, nämlich dann, wenn es vorrangig um Geld geht und nicht um das Teilen von überschüssigen Kapazitäten. Oder Anne Otte, die beschließt, weniger zu reden, weil vieles auch einfach mal zu viel gesagt sein kann. Kenn’ ich. Ist mir selbst aber nie gelungen, zumindest wenn ich unter Freunden bin. Auf die Idee gekommen, das Ganze mal aus minimalistischer Sicht zu betrachten, bin ich bisher noch nicht.

Bester Artikel

Mich persönlich hat der Artikel “Weniger Kontrolle” besonders angesprochen. Ich bin ein Ziele-Junkie und bekennender Kontrollfreak. Ich mag es, alles im Griff zu haben. Es macht mich zufrieden. Doch was passiert, wenn man Dinge einfach mal auf sich zukommen lässt, dem Leben seinen Lauf lässt? Die Journalistin Catelijne Elzes rät dazu, den Mut aufzubringen und den Sprung ins Unbekannte zu wagen. Daraus können sich die schönsten Momente ergeben, für die man mit Plan und Kontrolle wahrscheinlich gar nicht offen gewesen wäre.

Quelle: Flow – Das große Buch vom Weniger

Oha!

Beste Flow – Buchtipps

Unter diesen beiden habe ich mich einfach nicht entscheiden können:

„Hätte hätte Fahrradkette. Die Kunst der optimalen Entscheidung.“ *von Florian Schroeder

Ich kann mich auch nur schwer entscheiden. Sogar neulich im Kino erst: Chai Latte warm oder kalt? Mein Begleiter konnte mir auch nicht helfen. Na wenn das Buch mal nicht genau das Richtige für mich ist.

„Klug, erfolgreich und trotzdem unglücklich. Wie intelligente Menschen Zufriedenheit finden.“* von Raj Raghunathan

Wie kann man nur unglücklich sein, wenn man klug und erfolgreich ist? Wollen wir das nicht alle? Also ich zumindest hätte nichts dagegen. Doch weil mich die Frage so brennend interessiert, kommt das Buch auf meine to-read-Liste.

Bestes Extra

Das Flow Sonderheft enthält noch ein paar Extras, die von Brauche ich nicht über nice to have bis hin zu oh interessant reichen:

  • Ein Bullett-Journal Poster zum Ausprobieren
  • Vier Kunstdrucke
  • Tiny House zum Basteln
  • Stille Büchlein
  • Booklet: Entrümpeln mit Astrid

Mit Abstand rangiert das Booklet “Entrümpeln mit Astrid” bei mir ganz oben. Alles andere brauche ich nicht wirklich. Aber was für mich gilt, muss nicht für alle stehen. Entgegen meiner Erwartungen, geht es nicht um Entrümpelungstipps, die man schon zig mal irgendwo gelesen hat, sondern um die Entrümpelungsgeschichte der niederländischen Flow Chefredakteurin Astrid van der Hulst. Das Booklet enthält einige ihrer Blogartikel zu diesem Thema. Sehr schön geschrieben und: Ist wie Blog lesen, nur offline. Der Wirtschaftsjournalist Nicholas Carr hat eine klare Botschaft dazu:

Quelle: Flow – Das große Buch vom Weniger

Fazit: will ich behalten, tu‘ ich aber nicht

Schnell wird klar: Ich behalte das Heft. Es ist so voller Inspiration, dass ich sicherlich immer mal wieder darin stöbern werde. Apropos Sharing: Vielleicht schenke ich es auch meiner schweizerischen Freundin. Im Geiste sehe ich sie in meiner Wohnung, wie schon so viele Male ganz konzentriert meine Zeitschriften wälzen. In der Schweiz gibt es nicht so viele wie hier sagt sie dann immer. Also warum nicht einfach verschenken. Ich habe das Heft genossen, den Inhalt in mich aufgesogen und reiche es gebührend an einen Menschen weiter, der es genauso machen wird. Außerdem mag ich sie einfach. Also ab in die Post damit und Lesefreude schenken! Apropos Offline: Natürlich gibt es auch einen Brief dazu.

Falls es dir auch gefällt, schau in der Bahnhofsbuchhandlung vorbei oder hier* bei Amazon. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an das Redaktionsteam vom Flow Magazin für das Rezensionsexemplar.

 

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