Happy Money – und Geld macht doch glücklich

Und Geld macht doch glücklich, vorausgesetzt wir geben es für die richtigen Dinge aus. Aber was ist denn richtig?

Es ist nicht das Geld, das unglücklich macht

Es ist das Streben nach Mehr, das Leere schafft. Weil unnötiges Zeug uns belastet, weil eine neue Jogginghose allein es nicht vermag, uns zu einer Läuferin zu machen, weil Kleidung und Kosmetikprodukte uns nicht zufriedener mit uns selbst machen, weil kopfloses Konsumieren uns dazu bringt unser Geld zu verschwenden.

Letztendlich bezahlen wir all diese Dinge nicht mit Geld sondern mit unserer Lebenszeit. Möglicherweise fehlt es dann an anderer Stelle, sodass wir unseren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können? Oder Träume verwirklichen wir nie, weil das Geld dafür fehlt? Oder wir fühlen uns unfrei, weil wir das Geld für den hohen Lebensstandard regelmäßig aufbringen müssen?

Es ist also nicht Geld, das uns unglücklich macht, sondern die Investition unseres mit Lebenszeit erarbeiteten Geldes in Dinge, die unser Leben weder bereichern noch mit Sinn erfüllen.

Minimalismus – ein stimmiges Lebenskonzept

Seitdem ich minimalistisch lebe, hat Geld für mich paradoxerweise einen viel höheren Stellenwert erhalten. Ich gebe es nicht mehr für unnötigen Kram aus, sondern treffe ganz bewusste Kaufentscheidungen, die sich ausschließlich an meinen eigenen Bedürfnissen orientieren. Echte Bedürfnisse. Es sind solche, die nichts mit meiner Aussenwirkung zu tun haben, noch mit Anerkennung oder der Suche nach dem schnellen Glück.

Alle Dinge, die ich kaufe, erfüllen einen Zweck: Entweder mag ich sie oder ich brauche sie. In der Summe sind es wenige: Gute Lebensmittel, Erlebnisse, persönliche Weiterentwicklung. Ich lasse mir viel Zeit bei meinen Kaufentscheidungen. Fehlkäufe kommen so gut wie gar nicht mehr vor. Ich kaufe das Meiste gebraucht und wenn ich etwas von Herzen haben möchte, dann gönne ich es mir einfach. Mit all den Dingen, die ich mir in den letzten Jahren gekauft habe, bin ich zufrieden. Sie sind wohl durchdacht und tragen dazu bei, mein Leben mitzugestalten. Überraschenderweise brauche ich nicht viel, um glücklich zu sein. Mein Lebenskonzept aus Arbeit, Konsum und Leben erscheint mir so viel stimmiger. Es ist wirklich so:

Je weniger du brauchst, desto freier bist du. 

Du bist nicht gezwungen mehr zu arbeiten, um einen hohen Konsum- und Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Dann bleibt einfach mehr für dich. Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben.

Happy money – wie Geld uns glücklich machen kann

Was macht man nun als Minimalist mit dem ganzen Geld, wenn man weniger konsumiert? Elisabeth Dunn und Michael Norton  haben in ihrem Buch Happy Money: So verwandeln Sie Geld in Glück* wunderbare Antworten darauf Sie haben die Beziehung zwischen Geld und Glück wissenschaftlich untersucht und sind zu folgenden Ergebnissen gekommen:

”…wenn wir uns stärker darauf konzentrieren würden, wie wir unser Geld ausgeben, als darauf, wie wir noch mehr anhäufen könnten, müssten wir nicht mehr dem Geld hinterher jagen. Neue Forschungen belegen, dass mehr Geld uns nicht viel glücklicher macht, wie viele von uns meinen.”

Glücklich macht uns Geld, wenn wir …

1. Erlebnisse kaufen

Die Erinnerungen an unsere materiellen Errungenschaften verblassen mit der Zeit, während es unsere Erlebnisse nicht tun. Woran erinnerst du dich, wenn du an dein Leben zurück denkst?

2. uns etwas Besonders gönnen

Überfluss entwertet und verkürzt deshalb unsere Freude an unseren Anschaffungen. Weniger Konsum dagegen erhält sie, verlängert sie.

3. uns Zeit kaufen

Denke stets in Zeit- statt in Geldkategorien: Frage dich vielmehr, was dich etwas an Zeit kostet, statt an Geld.

4. Sofort bezahlen, später konsumieren

Lass dir Zeit bei deinen Kaufentscheidungen und kaufe weniger. Das verlängert deine Freude an den Dingen.

5. in andere Menschen investieren

Teilen, spenden, einladen – es macht nicht nur andere glücklich, sondern auch uns. Punkt.

So gibt du dein Geld happy aus

Elisabeth Dunn und Michael Norton empfehlen: Frage dich vor jedem Kauf, ob du dieses Geld so ausgibst, sodass du ein Maximum an guten Gefühlen dafür bekommst. Ein sehr guter Tipp!

 

Was bedeutet dir Geld? Hat sich dein Verhältnis zu Geld mit Minimalismus auch verändert? Schreibe mir gern in den Kommentaren. Ich freue mich.

Happy Money: So verwandeln Sie Geld in Glück*

Wer minimalistisch lebt, verhält sich beim Geldausgeben so, wie es die Autoren Elisabeth Dunn und Michael Norton in ihrem Buch empfehlen. Es macht definitiv zufriedener. Ich kann dir das Buch sehr empfehlen, wenn du dich eingehender mit dem Thema Geld und Glück befassen willst.

 

 

 

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Plassen Verlag bedanken, dessen tolle Mitarbeiterinnen mir das Buch vertrauensvoll auf meine Anfrage hin als Rezensionsexemplar für meine Recherchen zu diesem Beitrag zur Verfügung gestellt haben. Danke!

 

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2 thoughts on “Happy Money – und Geld macht doch glücklich

  1. Hallo Huong,
    bereits in Michael Endes „Momo“ ging es darum, dass Zeit viel wertvoller als Geld sei… und die grauen Herren den Menschen nicht Geld, sondern Zeit stahlen.
    In diesem Sinne ein toller Ansatz, nochmal darauf aufmerksam zu machen und dazu anzuregen, über die Wertigkeit von besonderen Erlebnissen nachzudenken.
    Liebe Grüße.

    1. Liebe Marie, Zeit ist glaube ich wirklich die wertvollste Ressource, die wir haben. Ich muss dabei auch oft an Mome denken. Als Kind kam mir die Welt damals gar nicht so hektisch vor. Vielleicht eben weil ich noch ein Kind war ;-). Ganz liebe Grüße zurück, Huong

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